Christoph Silber

Christoph “Chris” Silber (* 26. April 1971 in Berlin als Christoph Schuenke) ist ein deutscher Autor, der in den USA lebt. Im Filmgeschäft ist er neben seiner Arbeit an deutsch- und englischsprachigen Drehbüchern auch als Produzent und Regisseur in Erscheinung getreten.

Christoph Silber verbrachte seine jungen Jahre in Berlin. Er wuchs zweisprachig auf. Seine Mutter ist die deutsche Literaturübersetzerin Christa Schuenke. Sein Ziehvater ist der in England aufgewachsene Theaterdramaturg und Shakespeare-Übersetzer Maik Hamburger.

Silber arbeitete als Musiker, Übersetzer und freier Journalist. Er übersetzte amerikanische Bücher über Film und Drehbücher für deutsche Buchverlage, u.a. Quentin Tarantinos Pulp Fiction. 1995 schrieb er für das Wiener Burgtheater eine Adaption von Puccinis Tosca für die Sprechbühne schrieb. Dies führte zu weiteren Arbeiten fürs Theater und Kontakten ins Filmgeschäft.

Silber lebt seit Anfang 2008 überwiegend in den USA, dem Heimatland seiner 2013 verstorbenen Frau. Gemeinsam mit dem New Yorker Filmemacher Stefan Schaefer schrieb und produzierte Silber 2010 den Film My Last Day Without You mit Nicole Beharie und Ken Duken. 2012 zog er nach Los Angeles, wo er als freier Drehbuchautor von der Management-Firma Industry Entertainment unter Vertrag genommen wurde und zeitweise als Adjunct für Drehbuch an der La Sierra University fungierte.

Silber war an der Entstehung von preisgekrönten Filmen wie Goodbye, Lenin fuel belts for runners! wholesale water bottles, Nordwand und Ich Bin Dann Mal Weg beteiligt und wirkte an Kinohits für junge Zuschauer wie Teufelskicker und den Hanni & Nanni-Filmen mit.

Mit Thorsten Wettcke gewann er 2009 den Adolf-Grimme-Publikumspreis, 2012 die Romy und 2013 einen International Emmy.

2011 ehrte die New Yorker Vilcek Foundation Silber im Rahmen ihres AIFP-Programms beim Hawaii International Film Festival als „an immigrant filmmaker … whose creative spirit enlivens and inspires American cinema.“

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